Revolution beim Badminton-Equipment

Verfasst von Jörg-Andreas Reihle am .

Jugendspielerin Nadja-Christine Reihle konnte bereits den Prototyp des neuen Yonex Yumbo-Schlägers in die Hand nehmen und war sichtlich begeistertDie Tinte auf dem jüngst abgeschlossenen Kooperationsvertrag zwischen der Spvgg Mössingen und dem weltweit führenden Badminton-Ausrüster Yonex ist kaum getrocknet, schon gibt es vom Partnerunternehmen ganz Besonderes zu vermelden.

Nachdem der Badminton-Weltverband BWF vor kurzem die längst überfällige Modernisierung seines von 1984 stammenden angestaubten Regelwerks in puncto Schlägerbeschaffenheit und -größe vollzogen hat, ist der Weg frei für eine echte Revolution.

Die Pläne für die Produktion einer dem heutigen Stand der Technik entsprechenden Schlägergeneration lagen beim japanischen Unternehmen Yonex längst in der Schublade. Zusammen mit Ingenieuren von renommierten Raumfahrt-Instituten wurden sie nun in die Wirklichkeit umgesetzt. Mössingens Talent Nadja-Christine Reihle konnte unlängst bei einer Firmenpräsentation als eine der Ersten den Prototyp des neuen Yonex Yumbo in die Hand nehmen. Sie zeigte sich begeistert von dem „Erlkönig“. In Kürze wird die Spvgg Mössingen als Yonex Talentstützpunkt nun als erster und vorerst einziger Verein weltweit mit Vorserienmustern der neuen „Waffe“ ausgestattet.

Gefertigt ist das Top-Racket aus dem neuen Super-Werkstoff Ba. Mbus., der gleichzeitig extrem leicht und stabil ist und selbst Kevlar und Carbon in den Schatten stellt. Das Yonex-Entwickler-Team bediente sich bei diesem revolutionären Konzept bei Mutter Natur: Bionik ermöglicht komplett neue Ansätze für eine den Badmintonsport dominierende Konstruktion. Das Yumbo ist ein Meilenstein in Punkto Reichweite, Flexibilität und Schlaghärte. Der Weltrekord des malaysischen Profis Tan Boon Heong mit bei einem Smash gemessenen 493 km/h wird vermutlich bald Geschichte sein. Insider denken bei diesem Thema sofort an Spvgg-Crack Jan Käpernick, dessen legendäre Smashs bereits mit konventionellen Schlägern beinahe Löcher im Hallenboden hinterlassen. Bei der anstehenden Renovierung der Steinlachhalle muss dies der Mössinger Stadtrat bei der Auswahl des neuen Hallenbodens unbedingt berücksichtigen.

Die Yonex-Neuentwicklung wird durch eine innovative Bespannung abgerundet, welche ausschließlich bei Vollmond auf die neuen Rackets aufgezogen wird. Durch eine spezielle Nanobeschichtung der Saite kann diese mittels einer App individuell auf die Wunsch-Tonlage gestimmt werden, das elektronische Modul dazu sitzt im Schlägerschaft. Dieser ist recht voluminös und bietet Potential für weitere Entwicklungen. Als nächste Evolutionsstufe steht bereits das E-Badminton am Horizont. Im Schlägergriff werden dazu Akku, Gyrosensoren und Micromotoren integriert, die dann Ball- und Spielgeschwindigkeiten fast im Überschallbereich möglich machen werden.

Das ist noch etwas Zukunftsmusik, zunächst muss sich das neue Yonex Yumbo in der Praxis bewähren und die Transportfrage des „Großkalibers“ mit einer adäquaten Taschenkonstruktion gelöst werden. Fürs Mössinger Badminton ist das neue „Arbeitsgerät“ auf jeden Fall ein toller Wettbewerbsvorteil, weitere Titel und Meisterschaften der bereits bisher erfolgreichen Steinlach-Smasher in naher Zukunft sind damit vorprogrammiert.

Auch zum zweitwichtigsten Utensil im Badmintonsport gibt es Neuigkeiten zu vermelden. Gemeint ist der aus Enten- und Gänsefedern hergestellte Federball, der im Wettkampfbereich gespielt wird. Mit Beginn dieses Monats startet die Spvgg Mössingen dazu eine weitere Kooperation. Neuer Partner ist das im Ortsteil Ziegelhütte ansässige NABU-Vogelschutzzentrum (VSZ). Mit der bald 39-jährigen Badmintonabteilung und dem VSZ tun sich zwei Experten mit jeweils langjähriger Expertise für Federbälle zusammen. Bisher stammt das gefiederte Spielgerät beim Badminton meist aus fernöstlicher Produktion, das soll sich bald ändern. Grundlage dafür sind die beim VSZ in großer Zahl an- (und aus-) fallenden Federn, für die bisher, abgesehen von einer volumenmäßig geringen Menge für Forschungszwecke, keine Verwendung bestand. Für einen richtigen Badmintonball wird neben den Federn noch ein Halt und Form gebender Korkfuß benötigt. Die Aktiven der Mössinger Mannschaften sind daher ab sofort angehalten, vermehrt Flaschen mit Korkverschluss zu leeren, um ausreichend Material zur Verfügung zu haben. Der Zusammenbau der Premium Original VSZ-Badmintonbälle soll von einem Minijobber oder „Bufdi“ vor Ort in Mössingen bewerkstelligt werden. Ganz nach dem Motto „regional ist optimal“. Willkommener Nebeneffekt ist die Entlastung des Vereinssäckels.

Die exklusive Weltpremiere des neuen Yonex Yumbo bei der Spvgg Mössingen wie auch die zukünftige Produktion der Federbälle in Eigenregie sind ein richtiger Paukenschlag in der Badminton-Welt. Details zu den sensationellen Neuigkeiten werden Andreas Gallai (Chief Executive Officer Badminton, Spvgg Mössingen) und Reinhold Portscheller (Chief Youth Officer Badminton, Spvgg Mössingen) zusammen mit dem aus Japan zugeschalteten Sup Peng Emüse (Chief Comedy Officer, Yonex International Tokio) in einer Online-Pressekonferenz erläutern. Diese kann am Donnerstag 1. April ab 23.23 Uhr auf der Mössinger Internetseite im Livestream verfolgt werden: www.badminton-moessingen.de .

DIE BADMINTONABTEILUNG WÜNSCHT ALLEN FROHE OSTERN

UND VIELE SONNIGE MOMENTE IN DIESEN SCHWIERIGEN ZEITEN!

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